Alternativbetreuung für die Apotheke

Alternativbetreuung für die Apotheke

Apotheken sind Orte der Gesundheit und Gesundheitsförderung. Apotheker verkaufen Arzneimittel und Medizinprodukte, meistens gegen Vorlage eines Rezepts, beraten über Nebenwirkungen und geben Empfehlungen ab, so dass kranken Menschen baldmöglichst wieder gesund werden.

Manche Apotheker stellen Arzneimittel sogar her, dafür bedarf es jedoch einer speziellen Ausbildung. Damit stehen sie als Heilkundige im Dienste der Gesundheit. Jedoch dürfen sie dabei ihre eigene Gesundheit nicht vernachlässigen.

Ausbildung für einen Beruf in der Apotheke

Wer in Deutschland Apotheker werden möchte, muss eine pharmazeutische Ausbildung absolvieren. Sie beginnt mit dem Studium der Pharmazie, das in der Regel vier Jahre dauert. Darauf folgt das praktische Jahr, das an einer öffentlichen Apotheke absolviert werden muss.

Gegen Ende des Studiums wird die Approbation, die Berufserlaubnis, beantragt. Dafür sind mehrere Scheine erforderlich: Nicht nur die Studiennachweise sind nötig, sondern eine ärztliche Bescheinigung und ein polizeiliches Führungszeugnis.

Diese Dokumente bescheinigen einer Person vollständige Gesundheit und Zurechnungsfähigkeit, um nachzuweisen, dass man für den Apothekerberuf geeignet ist. Liegen Verfehlungen, wie z.B. Straftaten vor, so kann die Approbation entzogen werden. Nach dem Studium gibt es noch vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung, zum Beispiel eine Promotion oder weitere Spezialisierung auf einen bestimmten Fachbereich.

Der Beruf des Apothekers ist frauenlastig, etwa drei Viertel aller Apotheker sind weiblich.

Da Apotheker besonders bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln regelmäßig in Kontakt mit chemischen und biologischen Gefahrstoffen kommen, ist es wichtig, dass ihre Gesundheit während der Arbeit geschützt ist.

Die Maßnahme dafür lautet Arbeits- und Gesundheitsschutz und ist per Gesetz vorgeschrieben. Um effektiven Arbeitsschutz durchzusetzen gibt es eine Reihe von Richtlinien und Gesetzen, die jede deutsche medizinische Einrichtung befolgen muss. Um das zu ermöglichen, gibt es sogenannte arbeitsmedizinische Betreuungsmodelle.

Alternativbetreuung statt Regelbetreuung

Apotheken und andere medizinische  Einrichtungen, die weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen, dürfen sich das arbeitsschutztechnische Betreuungsmodell aussuchen. Arbeitsschutz ist in Deutschland gesetzlich Pflicht, jedes Unternehmen muss Schutzmaßnahmen durchführen. Normalerweise beziehen Unternehmen die sogenannte Regelbetreuung.

In diesem Fall betreut ein externer Arbeitsschutzexperte die medizinische Einrichtung und ist Ansprechpartner für alle Belange des Arbeitsschutzes. Nach einem Besuch erstellt die externe Fachkraft für Arbeitssicherheit eine Gefährdungsbeurteilung, ein Dokument auf dem alle Risiken und Gefahren im Gebäude einzusehen sind.

Bei Apotheken sind das oft Gefahrstoffe, biologische Stoffe oder Schwachstellen in der Einrichtung. Ergeben sich in dieser Untersuchung schwerwiegende Schwachstellen, die beseitigt werden müssen, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, sich darum zu kümmern.

Im Dienste der Gesundheit: Pharmazeuten in der Apotheke. Sich mit Medikamenten zu umgeben bedeutet jedoch nicht, dass man auf der Arbeit gesund bleibt!

Im Dienste der Gesundheit: Pharmazeuten in der Apotheke. Sich mit Medikamenten zu umgeben bedeutet jedoch nicht, dass man auf der Arbeit gesund bleibt!

Wem dieser bürokratische und unflexible Prozess zu kompliziert ist, könnte sich für die alternative Betreuung interessieren. Hier übernimmt der Arbeitgeber selbst die Expertenposition. Dem geht eine ausführliche Schulung voran, in der der angehende Experte in allen Belangen des Arbeitsschutzes unterrichtet wird.

Er oder sie erlernt alle notwendigen Kenntnisse, um Gefahren und Risiken selbstständig erkennen zu können und anschließend zu beseitigen. Um die Lizenz zum Arbeitsschutzexperten und somit auch zur Alternativbetreuung zu behalten, müssen die Kenntnisse alle fünf Jahren mit einer Folgeschulung aufgefrischt werden. Andernfalls ist die Lizenz verwirkt und die medizinische Einrichtung muss wieder Regelbetreuung beziehen.

Die BGW bietet für alle Apotheken und andere medizinischen Einrichtungen mit bis zu 50 Beschäftigten das Unternehmermodell der Alternativbetreuung an.

Besuchen Sie unsere Unternehmerschulung bei einem unserer Kooperationspartner, um die Organisation und Optimierung des Arbeitsschutzes in Ihrem Betrieb zukünftig selbst in die Hand nehmen zu können. Sie haben Interesse an unserem Angebot oder weitere Fragen zur Alternativbetreuung? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!