Alternativbetreuung in Beratungs- und Betreuungsstellen

Alternativbetreuung in Beratungs- und Betreuungsstellen

Die Arbeitsumgebung muss so gestaltet sein, dass Mitarbeiter sich wohl fühlen. Beleuchtung, Lautstärke und Temperaturen sind wichtige Faktoren, die zu einem angenehmen Arbeitsumfeld beitragen.

Die Arbeitsumgebung muss so gestaltet sein, dass Mitarbeiter sich wohl fühlen. Beleuchtung, Lautstärke und Temperaturen sind wichtige Faktoren, die zu einem angenehmen Arbeitsumfeld beitragen.

Eine Vielzahl der deutschen Arbeitnehmer ist in Beratungs- und Betreuungsstellen tätig.

Arbeitsbereiche können hier je nach Einsatzgebiet sehr unterschiedlich ausfallen. Oft handelt es sich aber um Büroarbeit, etwa in der Kundenberatung, Auftragsannahme oder bei Empfangstätigkeiten. Gerade bei diesen vermeintlich ungefährlichen Berufen lassen Führungskräfte dem Thema Arbeitsschutz vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit zukommen – mit fatalen Folgen.

Denn physische und psychische Probleme und daraus resultierende geminderte Motivation, Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft wirken sich nicht nur auf die Angestellten negativ aus, sondern auf das ganze Unternehmen. Wer in Arbeits- und Gesundheitsschutz investiert, spart nicht nur langfristig gesehen an Kosten, sondern befindet sich auch in Rechtsfragen auf der sicheren Seite.

Schließlich sind Arbeitgeber sogar gesetzlich dazu verpflichtet, sich mit Themen des Arbeitsschutzes zu befassen. Mit der alternativen bedarfsorientierten Betreuung haben Führungskräfte die Möglichkeit, dies selbst in die Hand zu nehmen.

Arbeitsumgebung in Beratungs- und Betreuungsstellen

Wer sich in dem Glauben befindet, dass man in Beratungs- und Betreuungsstellen nur wenige Anforderungen an die Arbeitssicherheit erfüllen muss, der irrt. Denn auch Bildschirmarbeit kann sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken, wenn man das Arbeitsumfeld nicht angenehm genug gestaltet. Zentrale Aspekte sind hier Helligkeit, Lautstärke und Klima.

So muss der Arbeitsplatz ausreichend beleuchtet sein, damit eine Arbeitsumgebung entsteht, in der Angestellte zufrieden und motiviert ihrer Tätigkeit nachgehen können. Bei Büroarbeitsplätzen sind 500 Lux vorgesehen. Gleichzeitig darf jedoch keine störende Spiegelung auf den Bildschirmen entstehen. Diese würde die Augen zusätzlich belasten. Ggf. sind spezielle Sonnenschutzeinrichtungen gegen Fensterblendung vonnöten.

Damit die Mitarbeiter sich ausreichend konzentrieren können, ist eine ruhige Umgebung unerlässlich. Maximal 70 dB (A) sind bei normalen Büroarbeiten zulässig, wobei äußere Einflüsse mit berücksichtigt werden. In Gesprächen ist ein Wert von bis zu 40 dB (A) empfehlenswert, damit alle Teilnehmer sich ungestört unterhalten können.

Auch das Raumklima trägt entscheidend zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei. Eine Temperatur zwischen 19 °C und 24° C empfinden die meisten Menschen als angenehm. Im Sommer darf diese etwas höher ausfallen, wobei 26 °C nicht überschritten werden sollten.

Dabei ist darauf zu achten, dass keine Zuluft entsteht, die relative Luftfeuchte bei 30 bis 70 Prozent liegt und die Raumluft generell als gut einzustufen ist. Dass Nichtraucher am Arbeitsplatz vor dem Rauch der Kollegen zu schützen sind, sollte selbstverständlich sein.

Zu einem ergonomischen Büroarbeitsplatz gehören ein höhenverstellbarer Schreibtisch, eine große Arbeitsfläche und ein Drehstuhl, der dynamisches Sitzen ermöglicht.

Zu einem ergonomischen Büroarbeitsplatz gehören ein höhenverstellbarer Schreibtisch, eine große Arbeitsfläche und ein Drehstuhl, der dynamisches Sitzen ermöglicht.

Ergonomie am Büroarbeitsplatz

Gerade bei Büroarbeitsplätzen ist es wichtig, dass diese ergonomisch gestaltet sind, schließlich verbringen die Mitarbeiter den Großteil des Tages an ihrem Schreibtisch. Arbeiten auch in Ihrem Unternehmen Angestellte am Computer, sollten Sie darauf achten, dass die Schreibtische nach Möglichkeit höhenverstellbar sind. Eine Höhe zwischen 68 und 76 cm ist für nahezu jede Körpergröße geeignet.

Lassen sich die Tische nicht individuell anpassen, ist es gerade bei kleineren Personen förderlich, eine Fußstütze bereitzustellen. Dabei darf der Freiraum für die Beine nicht eingeschränkt werden. Achten Sie auch darauf, dass die zur Verfügung gestellte Arbeitsfläche groß genug ist und einen Sehabstand zum Bildschirm von mindestens 50 cm erlaubt.

Schließlich sollte auch die Beschaffenheit des Bürostuhls nicht außer Acht gelassen werden. Nur wenn dieser ergonomisch gestaltet, standsicher und vielfach verstellbar ist, beugen Sie dem Entstehen von schmerzhaften Zwangshaltungen bei den betroffenen Mitarbeitern wirksam vor.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Beschäftigten an Bildschirmarbeitsplätzen müssen Arbeitgeber eine arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten. Auch wenn ein Mitarbeiter das Angebot nicht wahrnimmt, befreit das den Vorgesetzten nicht von seiner Pflicht, ihm nach spätestens fünf Jahren erneut die Angebotsvorsorge zu unterbreiten.

Bei über 40-jährigen ist dies schon nach drei Jahren der Fall. Wann der nächste Vorsorgetermin nach erfolgter Untersuchung ansteht, legt der Betriebsarzt individuell für jeden Beschäftigten fest.

Alternative bedarfsorientierte Betreuung mit uns

Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Arbeitsschutz zu wahren. In Beratungs- und Betreuungsstellen mit bis zu 50 Mitarbeitern kann das der Arbeitgeber selbst in die Hand nehmen. In diesem Fall spricht man von der alternativen bedarfsorientierten Betreuung.

Durch die persönliche Teilnahme an einer Schulung für Arbeitssicherheit lernen Führungskräfte, wie sie ihre Mitarbeiter bestmöglich schützen können. So ist es diesen in Zukunft möglich, die sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung in ihrem Unternehmen eigenverantwortlich zu organisieren.

Als einem der offiziellen Kooperationspartner der BGW führen wir die Unternehmerschulung für Sie und mit Ihnen durch – kompakt, verständlich und allumfassend. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie weitere Fragen haben sollten. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!