Alternative Betreuung im Friseurhandwerk

Alternative Betreuung im Friseurhandwerk

Waschen, Schneiden, Föhnen – das ist fester Bestandteil des Arbeitsalltags im Friseurhandwerk. Da die Hände dabei täglich mit Wasser und chemischen Substanzen in Kontakt kommen, sind Hautschäden keine Seltenheit.

Eine gewissenhafte arbeitsmedizinische Vorsorge ist da unerlässlich, um alle Mitarbeiter optimal zu schützen. Bei den oft kleinen Friseurbetrieben fehlt jedoch nicht selten das nötige Budget, um in eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit zu investieren.

Machen Sie sich das Unternehmermodell der Alternativbetreuung zu nutzen, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen selbst in die Hand zu nehmen – das spart nicht nur bares Geld, sondern erlaubt Ihnen auch ein hohes Maß an Flexibilität.

Friseure und Friseurinnen verrichten den Großteil ihrer Tätigkeit im Stehen. Bieten Sie ausreichend Sitzhocker an, um den Arbeitsplatz möglichst ergonomisch zu gestalten.

Friseure und Friseurinnen verrichten den Großteil ihrer Tätigkeit im Stehen. Bieten Sie ausreichend Sitzhocker an, um den Arbeitsplatz möglichst ergonomisch zu gestalten.

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung im Friseursalon

Friseure und Friseurinnen verrichten einen Großteil der Tätigkeit im Stehen. Dass sich das auf Dauer negativ auf die körperliche Gesundheit auswirkt, ist naheliegend. Bieten Sie Ihren Angestellten darum unbedingt Sitzhocker an.

Achten Sie außerdem darauf, dass Frisierstühle und Haarwaschbecken alle relevanten ergonomischen Kriterien erfüllen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter stets in einer bequemen Haltung arbeiten können. Ihr Betriebsarzt kann Ihnen bei der Auswahl des passenden Mobiliars behilflich sein.

Hautschutz im Friseurhandwerk

Feuchtarbeiten strapazieren die Haut auf Dauer enorm. Das wissen Friseure, die beim Haarewaschen und dem Styling der noch feuchten Haare ständig mit Wasser in Berührung kommen, ganz genau. Hinzu kommen diverse Kosmetikmittel, die bei häufigem Kontakt Haut- und Atemwegserkrankungen hervorrufen können.

Friseurkosmetika gelten zwar nicht als Gefahrstoffe und sind somit auch nicht kennzeichnungspflichtig. Mit ihren oft reizenden Inhaltsstoffen stellen diese aber dennoch eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Dementsprechend große Aufmerksamkeit sollte im Friseursalon dem Hautschutz und der Händehygiene zukommen.

Stellen Sie Ihren Mitarbeitern geeignete Hautschutz- und Hautpflegepräparate zur Verfügung. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Team, welche Mittel sich am besten eignen. Sorgen Sie dafür, dass man die Wassertemperatur am Handwaschplatz individuell einstellen kann und bieten Sie Einmalhandtücher an.

Gerade beim Färben kommen Friseure und Friseurinnen mit gefährlichen Chemikalien in Berührung. Zum Schutz der Haut sollten unbedingt Einmalhandschuhe getragen werden. Auch beim Waschen der Haare können Einmalhandschuhe schützen. Empfehlenswert sind Handschuhe, deren Stulpen über das Handgelenk hinaus reichen.

Bei empfindlicher Haut sollten Sie den Beschäftigten zusätzlich Baumwollhandschuhe anbieten, die unter den Schutzhandschuhen getragen werden und die Hände so noch länger vor Feuchtigkeit schützen. Im Gegensatz zu Kosmetika zählen Reinigungs- und Desinfektionsmittel oft sehr wohl zu den Gefahrstoffen. Legen Sie darum großen Wert darauf, dass Ihre Mitarbeiter bei Reinigungsarbeiten immer Haushaltshandschuhe tragen.

Im Friseurhandwerk steht die Feuchtarbeit an der Tagesordnung. Handschutz und Händehygiene haben da oberste Priorität.

Im Friseurhandwerk steht die Feuchtarbeit an der Tagesordnung. Handschutz und Händehygiene haben da oberste Priorität.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Grundlage des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Ihrem Betrieb stellt die Gefährdungsbeurteilung dar. Im Rahmen derer müssen Sie prüfen, ob die verwendeten Kosmetik- und Reinigungsmittel hautschonend genug sind oder ggf. durch eine weniger belastende Alternative ersetzt werden sollten.

Anhand der Gefährdungsbeurteilung wird ferner ermittelt, in welchem Umfang Sie den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten müssen. Schon wenn Friseure und Friseurinnen mehr als zwei Stunden täglich Feuchtarbeit verrichten, ist dies der Fall. Ab vier Stunden pro Arbeitstag handelt es sich dabei sogar um eine Pflichtvorsorge.

Auch wenn Beschäftigte diesen Wert unterschreiten, haben sie dennoch das Recht, sich auf Wunsch arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen. Nur wenn die Gefährdungsbeurteilung ergeben hat, dass ein berufsbedingter Gesundheitsschaden dank der getroffenen Schutzmaßnahmen unwahrscheinlich ist, kann ein Arbeitgeber die Durchführung einer arbeitsmedizinischen Vorsorge verweigern.

Alternative Betreuung mit der BGW

Arbeitgeber sind gemäß Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) dazu verpflichtet, den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu wahren. Dies hat zum Ziel, Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten effektiv vorzubeugen.

Davon profitieren nicht nur Mitarbeiter, die sichtlich zufriedener ihrer Tätigkeit nachgehen können, sondern auch die Unternehmer selbst. Schließlich sind gesteigerte Motivation, Leistungsfähigkeit und Produktivität die Folgen eines gewissenhaften Arbeitsschutzes.

Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern haben die Möglichkeit, diese bedeutungsvolle Aufgabe selbst in die Hand zu nehmen mit der alternativen bedarfsorientierten Betreuung. Das ist gerade im Friseurhandwerk eine willkommene Gelegenheit, da man so nicht nur deutlich flexibler agieren kann, sondern auch noch eine enorme Kostenersparnis erzielt.

Führungskräfte lernen in sechs Lehreinheiten übersichtlich, anschaulich und kompakt, was sie zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz wissen müssen.

Bei uns als einem der offiziellen Kooperationspartner der BGW profitieren Sie von einem umfassenden Servicepaket zu fairen Konditionen. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie weitere Fragen zum Thema haben oder sichern Sie sich noch heute online Ihren Seminarplatz.

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