Betriebsklima verbessern: Die 7 besten Praxis-Tipps
Allgemein

Arbeitnehmer verbringen den Großteil des Tages an ihrem Arbeitsplatz. Umso wichtiger ist es da, dass alle sich in ihrer Arbeitsumgebung wohl fühlen. Das Betriebsklima wirkt sich unmittelbar auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten aus. Ist das Betriebsklima schlecht, liegt das oft am Führungsverhalten des Vorgesetzten.

Gutes Betriebsklima beruht auf einem Geben und Nehmen: Der Arbeitnehmer gibt auf der Arbeit sein Bestes. Dafür erwartet er von seinem Chef, dass der ein offenes Ohr für die Belange seiner Mitarbeiter hat und diesen bei Fragen und Problemen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Umgekehrt sollten Vorgesetzte sich für ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld der Mitarbeiter stark machen, in dem diese gerne arbeiten. Dafür dürfen sie Engagement und Motivation ihrer Angestellten erwarten.

Nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber profitieren von einem guten Betriebsklima. Wie Sie dieses verbessern können, zeigen wir Ihnen in unseren sieben Praxis-Tipps.

1.     Respektvoller Umgang

Nur weil Vorgesetzte in der Unternehmenshierarchie über den Angestellten stehen, heißt das noch lange nicht, dass man diese behandeln kann, wie man will. Ein freundlicher und respektvoller Umgang sollte für alle Beteiligten selbstverständlich sein und den normalen Umgangston darstellen. Auch wenn man mal mit dem falschen Bein aufgestanden ist, darf man seine schlechte Laune nicht an den Mitarbeitern auslassen.

2.     Mitarbeiter unterstützen und anhören

Vorgesetzte sollten immer ein offenes Ohr für die Wünsche, Sorgen und Belange ihrer Mitarbeiter haben. Stehen Sie Ihren Angestellten jederzeit als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen zur Verfügung und melden Sie sich nicht nur zu Wort, wenn mal etwas schief gelaufen ist.

Suchen Sie selbst aktiv den Austausch, um aufkeimende Probleme frühzeitig erkennen und aus dem Weg räumen zu können.

Achten Sie dabei auch immer darauf, den jeweiligen Mitarbeitern möglichst nur die Aufgaben zuzuteilen, die zu den individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten passen, und berücksichtigen Sie auch die persönlichen Entwicklungs- und Berufsziele des Einzelnen.

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Lassen Sie Ihre Mitarbeiter eigenverantwortlich arbeiten, aber stehen Sie bei Fragen und Problemen jederzeit unterstützend zur Seite.

3.     Nachvollziehbare Entscheidungen treffen und frühzeitig kommunizieren

In vielen Unternehmen ist es üblich, Entscheidungen erst dann mitzuteilen, wenn die damit einhergehenden Änderungen unmittelbar bevorstehen. Das lässt den Eindruck entstehen, dass Sie sich für die Belange Ihrer Mitarbeiter nicht interessieren und willkürlich über deren Köpfe hinweg entscheiden würden.

Teilen Sie Ihre Entscheidungen rechtzeitig mit und erklären Sie, wie Sie zu Ihrem Schluss gekommen sind. Gute und frühzeitige Kommunikation tragen entscheidend zu einem verbesserten Betriebsklima bei und sorgt für mehr Transparenz.

4.     Mitspracherecht einräumen

Besonders positiv wirkt es sich auf das Betriebsklima aus, wenn Sie Ihre Mitarbeiter aktiv in die Entscheidungsfindung einbinden und den Beschäftigten die Möglichkeit geben, Veränderungen selbst mitzugestalten. Setzten Sie sich zusammen, tauschen Sie sich aus und nehmen Sie die Argumente der Gegenseite ernst.

Seinen Mitarbeitern Mitspracherechte einzuräumen führt nicht nur zu wachsender Zufriedenheit bei den einzelnen Beschäftigten. Auch das Unternehmen kann davon profitieren, schließlich kennen die Mitarbeiter ihre jeweiligen Arbeitsbereiche meist am besten und können oft sehr genau einschätzen, welche Maßnahmen Sinn machen.

Darüber hinaus sollten Sie nicht darauf verzichten, sich von Ihren Mitarbeitern Feedback geben zu lassen. Das können Sie im Vieraugengespräch oder auch in anonymen Mitarbeiterbefragungen machen.

5.     Kontrollzwang vermeiden

Es gibt nichts Schlimmeres als Chefs, die ihren Mitarbeitern ständig über die Schulter schauen, um zu kontrollieren, was diese gerade machen.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern genügend Freiraum, lassen Sie diese eigenverantwortlich arbeiten und verzichten Sie auf übermäßige Kontrolle.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Beschäftigten vollkommen auf sich alleine gestellt sein sollen. Stehen Sie diesen bei Fragen und Problemen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung und helfen Sie, wenn sich Schwierigkeiten auftun.

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Zu einem guten Betriebsklima gehört es, die Wünsche und Interessen der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Lassen Sie diese selbst zu Worten kommen und räumen Sie ihnen Mitspracherechte ein.

6.     Mitarbeiter loben, Kritik konstruktiv üben

Dabei ist es wenig hilfreich, wenn Sie nur kritisieren. Kritik am Arbeitsplatz ist durchaus gewünscht, aber nur dann hilfreich, wenn sie verständlich formuliert und konstruktiv ist.

Konstruktive Kritik hilft den Beschäftigten, sich weiterzuentwickeln und trägt zu einem gesunden Betriebsklima bei. Diese sollte immer von einer Handlungsempfehlung und dem Hinweis, was man in Zukunft besser machen könnte, begleitet werden.

Mindestens genauso wichtig wie die Kritik ist das Lob vom Chef. Vorgesetzte sollten gute Leistungen durch Lob und Anerkennung honorieren und den Mitarbeitern das Gefühl geben, dass sie etwas Großartiges geschafft haben und maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Ehrlich gemeintes Lob steigert die Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten deutlich.

7.     Arbeits- und Gesundheitsschutz ausreichend Beachtung schenken

Nur in einer gesunderhaltenden und sicheren Arbeitsumgebung können Mitarbeiter sich langfristig wohl fühlen. Die Gestaltung eines solchen Arbeitsplatzes ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. So verpflichtet §3 ArbSchG den Arbeitgeber dazu, die Arbeitsschutzmaßnahmen zu treffen, die die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sicherstellen. Wenn die Beschäftigten merken, dass der Chef seinen Fürsorgepflichten nachkommt und sich ehrlich für das Wohlergehen seiner Angestellten interessiert, wirkt sich das nicht zuletzt auch positiv auf das Betriebsklima aus.

Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern können den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Rahmen der alternativen bedarfsorientierten Betreuung selbst in die Hand nehmen. Dazu muss der Arbeitgeber an einer Erstschulung und in regelmäßigen Abständen an Folgeschulungen teilnehmen.

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