Richtiges Lüften in Zeiten der Corona-Pandemie
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Richtiges Lüften in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Folgen der Corona-Pandemie betreffen die Menschen weltweit. An vielen Arbeitsplätzen mussten neue Maßnahmen ergriffen werden, um das Infektionsrisiko bestmöglich zu minimieren. Im Zuge der Pandemie wurde dem regelmäßigen Lüften in geschlossenen Räumen eine besondere Rolle zugeschrieben. Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Lüften in Zeiten von Corona.

Warum ist richtiges Lüften so wichtig?

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist richtiges Lüften wichtiger denn je. Der Hauptübertragungsweg der Viren sind sogenannte Aerosole. Aerosole setzen sich aus Gasen sowie festen oder flüssigen Partikeln zusammen und können bei einer Infektion die gefährlichen Coronaviren enthalten. Diese können durch Atmen, Sprechen, Niesen oder Husten in die Raumluft freigesetzt werden. In geschlossenen Räumen bleiben sie über einen längeren Zeitraum in der Luft. Aerosole stellen ein hohes Infektionsrisiko dar. Richtiges Lüften kann dieses Risiko minimieren und stellt somit einen wichtigen Bestandteil des Infektionsschutzes dar.

 

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Aerosole werden durch Atmen, Sprechen, Niesen und Husten freigesetzt. Sie können die gefährlichen Coronaviren enthalten und stellen somit ein hohes Infektionsrisiko dar.

Zwei Arten richtigen Lüftens

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten des Lüftens. Zum einen kann man auf natürliche Weise lüften, zum anderen bietet sich in manchen Fällen auch technisches Lüften an. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Informationen zu beiden Arten für Sie zusammengetragen:

Freies Lüften

Freies Lüften lässt sich am einfachsten umsetzen. Die einzige Voraussetzung ist ein Fenster, welches sich weit öffnen lässt. Bei dieser Art des Lüftens ist eine Stoßlüftung mit weit geöffnetem Fenster weitaus effektiver als das Lüften über gekippte Fenster. In Büro- oder Veranstaltungsräumen empfiehlt es sich, alle 20 Minuten 5-10 Minuten lang zu lüften. In Kombination mit weit geöffneten Türen ist die Stoßlüftung noch effektiver.

Technisches Lüften

RLT-Anlagen, raumlufttechnische Anlagen, können das Übertragungsrisiko in geschlossenen Räumen ebenfalls minimieren. Hierbei gelangt gefilterte Frischluft von außen in die Innenräume. Es können unterschiedliche Filterstufen eingesetzt werden.

Falsches Lüften

Durchlüften klingt banal, kann bei falscher Anwendung aber auch destruktiv wirken. Mobile und dezentrale Lüfter verstärken das Problem beispielsweise, anstatt es zu beheben. Letztere arbeiten nicht mit Frischluft, sondern verteilen lediglich die Luft im Raum. Es findet kein Luftaustausch statt, wodurch das Infektionsrisiko nicht minimiert wird. Im Gegenteil: Die Durchmischung der Aerosole im Raum führt sogar zu einem noch höheren Infektionsrisiko.

Weitere Tipps und Tricks

Am Arbeitsplatz kann das Stoßlüften schnell in Vergessenheit geraten. Sich parallel zur Arbeit alle 20 Minuten daran zu erinnern, ist eine wahre Herausforderung. Dabei kann es helfen, sich einen Wecker zu stellen. Zum anderen kann die CO₂-Konzentration im jeweiligen Raum als Anhaltspunkt genutzt werden. Hierfür sind spezielle Apps erhältlich.

 

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Regelmäßigkeit ist das A und O beim Lüften. Zahlreiche Apps und regelmäßige Wecker können Sie dabei unterstützen.

Sonstige Maßnahmen

Richtiges Lüften ist wichtig. Lüften ist jedoch nicht die einzige Maßnahme, durch welche das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus verringert werden kann. Neben dem Lüften sollte ebenfalls die AHA – Formel eingehalten werden. AHA steht für Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. Außerdem sollten Personen mit Corona-typischen Symptomen dem Arbeitsplatz fern bleiben und im Zweifelsfall lieber im Home Office arbeiten.

Infektionsschutz auf einen Blick

  • Freies Lüften: Alle 20 Minuten für 5-10 Minuten Stoßlüften
  • Umluftbetrieb bei RLT-Anlagen und mobile/dezentrale Lüfter vermeiden
  • Mindestabstand zu anderen Personen einhalten
  • Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (nach Möglichkeit medizinische Masken bzw. FFP2-Masken)
  • Kranke Beschäftigte vom Arbeitsplatz ausschließen
  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Präsenzveranstaltungen und Menschenansammlungen so gut es geht meiden

Gesundheitsschutz mit dem Büro für Arbeit & Umwelt

In Zeiten von Corona sollte das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz für Sie als Arbeitgeber eine besonders große Rolle spielen. Bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern steht es Ihnen frei, ob Sie den Arbeitsschutz in Ihrem Betrieb an einen externen Dienstleister auslagern oder selbst in die Hand nehmen wollen. Dazu ist die Teilnahme an einer Unternehmerschulung erforderlich. Wir bieten deutschlandweit Erst- und Folgeschulungen im Rahmen der alternativen bedarfsorientierten Betreuung an. Auch in Krisenzeiten stehen wir Ihnen mit diesem Angebot weiterhin zur Verfügung. Zu diesem Zweck finden unsere Schulungen derzeit als Webinare statt. Einen Seminarplatz können Sie ganz einfach online buchen oder sich zunächst von einem unserer kompetenten Mitarbeiter beraten lassen. Kontaktieren Sie uns noch heute. Wir freuen uns schon, von Ihnen zu hören!